Schule? Ohne mich! Wenn Kinder dauerhaft Unterricht stören oder der Schule fernbleiben
 
Die diesjährige Kooperationsveranstaltung Schule-Jugendhilfe fand am 28.9.17 in der Erich Kästner-Schule statt. Die geladenen Kooperationspartner (BFZ-Einsatzschulleitungen, Schulsozialarbeit, Erziehungsberatungsstelle, Familiennetzwerk Idstein, Jugendamt, Schulärztin, Schulpsychologie, Kinder-und jugendpsychiatrische Ambulanz, Förderschulen) arbeiteten nach dem Vortrag von Herrn Engelbach (Jugendhilfe) zu den Verfahrensabläufen im Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen und Schulvermeidern in vier Arbeitsgruppen weiter am Thema. Die Moderatorinnen und Moderatoren der Arbeitsgruppen zeigten aus Sicht ihrer Profession die Möglichkeiten des Umgangs mit auffälligen Kindern und Jugendlichen auf. So erfuhren die Gäste, welche Möglichkeiten die Schule, das  Beratungs-und Förderzentrum/ BFZ, die Jugendhilfe und die Schulsozialarbeit in die Waagschale werfen können. Das dieses Thema uns auf den Nägeln brennt, weiß Karen Herget (Leiterin des BFZ Idsteins) und zitiert hier: „Die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI), die anlässlich des Kinder- und Jugendärztetages in Berlin im Dezember 2016 bekannt gegeben wurden, bereiten den Ärzten große Sorgen. Demnach zeigt etwa jedes fünfte Kind psychische Auffälligkeiten. Ihnen zufolge sind ein Fünftel (20,2 Prozent) der Kinder und Jugendlichen im Alter von drei bis siebzehn Jahren nach Einschätzung ihrer Eltern einer Risikogruppe für psychische Auffälligkeiten (Aggressionen, Traurigkeit bis Depressionen, Rückzug und Scheu, Aufmerksamkeitsprobleme, Überforderung, Vernachlässigung) zuzuordnen.“ (Redaktion PraxisVITA). Und Frau Herget weiter: Das bleibt nicht ohne Folgen für den Schulbesuch. Immer öfter stellen diese auffälligen Kinder und Jugendlichen Lehrerinnen und Lehrer, Mitschülerinnen und Mitschüler, Schulleitungen und Eltern vor schwierige Situationen: Stören des Unterrichts, Verweigerungen bei Leistungsanforderungen, Aggressionen gegenüber Mitschülerinnen, Mitschülern und Lehrkräften, Vermeiden des Schulbesuches. Diesem dringlichen Thema haben wir uns deshalb angenommen, auch um allen Beteiligten, die sich täglich mit herausforderndem Verhalten konfrontiert sehen, zu stärken, Handlungsmöglichkeiten zu zeigen, aber auch zu erleben, dass Schule nicht allein gelassen wird mit diesen Schwierigkeiten, wenn alle Professionen im Sinne des Kindes/ Jugendlichen kooperativ zusammenarbeiten.